{"id":252,"date":"2020-09-17T20:06:43","date_gmt":"2020-09-17T18:06:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.carinapape.net\/?p=252"},"modified":"2020-09-28T08:15:39","modified_gmt":"2020-09-28T06:15:39","slug":"denn-wir-wissen-nicht-was-wir-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.carinapape.net\/?p=252","title":{"rendered":"\u2026 denn wir wissen nicht, was wir tun"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Bekannter sprach neulich wiederholt von einem <strong>funktionierenden Rechtsstaat<\/strong>. Er glaube bestimmte Dinge nicht bzw. wolle sie nicht glauben, weil sie in einem funktionierenden Rechtsstaat nicht sein k\u00f6nnen. Wir sind ja nicht in den USA. Oder Russland.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil nicht sein <strong>kann<\/strong>, was nicht sein <strong>darf<\/strong>. Ja, schon mal geh\u00f6rt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es keinen \u201efunktionierenden Rechtsstaat\u201c gibt. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Nicht in diesem Sinne. Es gibt solche, die <strong>besser<\/strong> funktionieren und solche, die schlechter funktionieren. Jedes System ist immer nur so gut, wie die <strong>Menschen<\/strong>, die es ausf\u00fchren. Und die machen es mir gerade sehr schwer, an sie zu glauben. Daran, dass sie gerecht sein k\u00f6nnen. Daran, dass sie wissen, was sie tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sprechen hier nicht von einem jugendlichen James Dean. Er ist ein <em>Rebel Without a Cause<\/em>. Er hat also gar <strong>keinen Grund <\/strong>zu rebellieren, wei\u00df es aber nicht besser. Das setzt doch voraus, dass es Menschen gibt, die es <strong>besser wissen<\/strong>. Seine Eltern zum Beispiel. Und das Gesellschaftssystem. Alles wogegen er in seinem jugendlichen Unwissen rebelliert. Aber eigentlich wissen wir alle nicht, was wir tun. Wir <strong>glauben<\/strong> es nur.<\/p>\n\n\n\n<p>Und es gibt Menschen, die m\u00fcssen vielleicht an das <strong>Schlechte<\/strong> im Menschen glauben, weil sie ihren Job sonst nicht machen k\u00f6nnten. Henker zum Beispiel. (Kann man jemanden t\u00f6ten, ohne \u00fcberzeugt zu sein, dass er schuldig ist? Ich wei\u00df es nicht. Zum Gl\u00fcck.)<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann gibt es Menschen, die m\u00fcssen (auch) an das <strong>Gute<\/strong> im Menschen glauben. Sonst k\u00f6nnten sie ihren Job nicht machen. Moralphilosophinnen zum Beispiel. Wie k\u00f6nnte ich \u00fcberhaupt \u00fcber <strong>Moral<\/strong> reden, wenn ich nicht an etwas Gutes glauben k\u00f6nnte. Das hei\u00dft ja nicht, dass ich recht habe. Dass hei\u00dft auch nicht, dass ich nicht an das Schlechte im Menschen glaube. Es hei\u00dft aber, dass ich mit Gr\u00fcnden gegen die <strong>Todesstrafe<\/strong> argumentieren kann:<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt keine guten und schlechten Menschen. Es gibt Menschen, die Gutes oder Schlechtes <strong>tun<\/strong>. Das ist ein Unterschied. Und solange ich nicht wei\u00df, dass eine Person etwas Schlechtes getan hat, weil ich zum Beispiel <strong>nicht <\/strong><strong>gesehen<\/strong> habe, wie sie jemanden get\u00f6tet hat, habe ich meiner Ansicht nach nicht das Recht, sie zu richten. Ich kann sie <strong>verurteilen<\/strong>, moralisch, emotional. Aber sie zu <strong>richten<\/strong> geht zu weit. Denn vielleicht wei\u00df ich ja nicht mal das, was ich scheinbar gesehen habe. Dass die Berichte von Augenzeug*innen stark voneinander abweichen, wissen wir alle aus den unz\u00e4hligen Krimiserien.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass jede zweite Sendung <em>Blue Bloods<\/em> oder <em>Criminal Minds, <\/em><em><strong>Death in Paradies<\/strong><\/em><em> oder Mord mit Aussicht <\/em>hei\u00dft? Oder \u2013 mein Anti-Favorit \u2013 zum <em>True Crime<\/em>-Genre z\u00e4hlt?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sehe auch gerne <em>Death in Paradies<\/em>, weil ich das S\u00fcdseeflair mag. Und ja, das ist ein bisschen <strong>perfide<\/strong>. Ich mag aber auch, dass die Morde gar nicht im Fokus stehen und entsprechend nicht besonders blutig dargestellt werden, sondern die Aufkl\u00e4rung, das R\u00e4tsel-L\u00f6sen. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Whodunit\" target=\"_blank\">Whodunit<\/a> \u2013 also: Wer hat\u2018s getan? Wie schon bei <em><strong>Sherlock Holmes<\/strong><\/em>. Obwohl sich bei dem bereits etwas zeigt, was wiederum in den <em>True Crime<\/em>-Serien auf die Spitze getrieben wird. Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/True_Crime_(Genre)\" target=\"_blank\">Wikipedia<\/a> beschreibt dieses Genre folgenderma\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>\u201eEs widmet sich der Darstellung realer Kriminalf\u00e4lle, \u00fcberwiegend der von Mordf\u00e4llen oder anderen Straftaten, die sich entweder durch besondere <strong>Schwere<\/strong> oder aufgrund einer besonders ungew\u00f6hnlichen, <strong>perfiden<\/strong>, <strong>abscheulichen <\/strong>oder anderweitig <strong>Aufsehen erregenden <\/strong>Vorgehensweise der T\u00e4ter <strong>f\u00fcr die Inszenierung <\/strong>als True-Crime-Story <strong>eignen<\/strong>.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nun lie\u00dfe sich sagen, dass wir uns so etwas gerne anschauen, weil es uns versichert, dass das Rechtssystem funktioniert. Am Ende werden die b\u00f6sen Menschen bestraft. Und wir freuen uns alle, wenn die <strong>b\u00f6se Hexe<\/strong> sich in gl\u00fchenden Schuhen zu Tode tanzen muss. Nein, das ist nicht perfide&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem ist, dass es keine b\u00f6sen Menschen gibt. Wie gesagt, es gibt Menschen, die furchtbare Dinge tun. Aber das ist ein <strong>Unterschied<\/strong>. Und die b\u00f6sen Hexen, die im Feuer zu Tode tanzen mussten, sind keine M\u00e4rchenfiguren. Die gab es wirklich. Und sie waren <strong>unschuldig<\/strong>. Sage ich. Weil ich nicht an Hexerei glaube. Von Wissen ist hier wieder nicht die Rede. Und ebenso werden noch immer unschuldige Menschen zum <strong>Tode<\/strong> verurteilt. Nicht mehr durch den Scheiterhaufen, sondern den elektrischen Stuhl. Und ja, ich finde, beides ist gleicherma\u00dfen mittelalterlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende meines Pl\u00e4doyers.<\/p>\n\n\n\n<p>Neil Gaiman hat eine Graphic Novel geschrieben, die die Geschichte von <strong>Schneewittchen <\/strong>aus Sicht der Stiefmutter erz\u00e4hlt. Der Stiefmutter, wohlgemerkt, nicht der b\u00f6sen Hexe. Ich bin nicht zimperlich, aber ich konnte anschlie\u00dfend eine Weile nicht gut schlafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass wir uns eigentlich nie ganz sicher sein k\u00f6nnen, wer <strong>Schuld<\/strong> woran tr\u00e4gt, zeigen auf den zweiten Blick weniger die Krimiserien, in denen am Ende Gut und B\u00f6se doch wieder so eindeutig sind, wie im M\u00e4rchen. Ein besseres Beispiel ist der japanische Film <em>Rash\u014dmon<\/em> von Akira Kurosawa, der auf zwei Kurzgeschichten von Akutagawa Ry\u016bnosuke basiert. Dort geht es auch um die Frage nach <strong>Gut und B\u00f6se<\/strong>, aber ganz anders als bei Schneewittchen. Nach diesem Film ist der <em>Rash\u014dmon<\/em>-Effekt benannt, der beschreibt, dass verschiedene Menschen dasselbe Ereignis v\u00f6llig unterschiedlich wahrnehmen und dennoch \u00fcberzeugt sind, dass ihre Version so passiert ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowas verkauft sich allerdings nicht ganz so gut wie Schneewittchen und <em>True Crime<\/em>. <strong>Wahre<\/strong> <strong>Verbrechen<\/strong>. Vielleicht geht es genau darum. Die Sehnsucht nach Wahrheit und <strong>Gewissheiten<\/strong>. Und seien sie auch grausam. Aber sie <strong>m\u00fcssen<\/strong> wahr und gewiss sein. Sonst w\u00e4re doch die Bestrafung der B\u00f6sen nicht gerechtfertigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. In einem \u201efunktionierenden Rechtsstaat\u201c. Wir sind ja nicht in den USA. Oder Russland. Zum Gl\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber eigentlich sind wir das doch. Und das <strong>schneewei\u00dfe M\u00e4dchen<\/strong> muss unschuldig sein. Die Hexe ist die B\u00f6se. Da f\u00e4llt mir eine Geschichte ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte Anfang August einen wichtigen Termin, wortw\u00f6rtlich am anderen Ende der Stadt. Corona-bedingt habe ich ein Mietauto genommen. Die Strecke hatte ich \u00fcber zwei wohlbekannte Anbieter von Stra\u00dfennavigation herausgesucht. Dummerweise haben beide mich direkt in die <strong>Baustellen<\/strong> rund um die U-Bahnstation \u201eBundestag\u201c gef\u00fchrt. Ich wusste Luftlinie ungef\u00e4hr, wo ich hin musste und habe versucht, die Baustelle zu umfahren. An einer Stelle bog die Stra\u00dfe nach rechts ab, obwohl ich Luftlinie nach links musste. Nach links ging es \u00fcber eine Br\u00fccke. Sah irgendwie <strong>komisch<\/strong> aus. Da ich aber extrem gestresst und bereits viel zu sp\u00e4t war, bin ich \u00fcber die Br\u00fccke gefahren. Und war pl\u00f6tzlich ganz allein. Weit und breit keine Autos, keine Menschen. Nur zwei <strong>Polizisten<\/strong> vor einem gro\u00dfen Geb\u00e4ude. Ich bin direkt neben dem Geb\u00e4ude stehen geblieben, um herauszufinden, wo ich bin und vor allem, wie ich da wieder wegkomme.<\/p>\n\n\n\n<p>Da klopft es an die Scheibe.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich lasse die Scheibe herunter. Der \u00e4ltere Polizist sagt in strengem Ton, dass ich da <strong>sofort wegfahren<\/strong> muss. Ich frage, ob ich mich kurz auf die gegen\u00fcberliegende Seite des Wendeplatzes stellen kann. Er sagt: \u201eSie d\u00fcrfen \u00fcberhaupt nicht hier sein.\u201c Ich antworte, dass ich \u00fcberhaupt nicht wei\u00df, wo ich bin, dass ich gerade aus der Baustelle da dr\u00fcben komme und nun versuche, diese zu umfahren. Dass ich in den Westteil der Stadt muss. Dabei <strong>gestikuliere<\/strong> ich. <strong>Greife<\/strong> nach meinem Smartphone, dass mich in diese missliche Lage gebracht hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Er wird <strong>netter<\/strong>, versucht mir zu helfen. Fragt, ob ich kein \u201emaps\u201c auf dem Smartphone habe. Ich sage, dass dieses mich genau in die Baustelle gef\u00fchrt hat. Ich sage ihm, dass ich \u00fcber die Br\u00fccke zur\u00fcckfahre und dann einfach nochmal nachschaue. Er nickt. Ich frage noch, wo ich denn eigentlich bin, wo ich nicht sein darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Er antwortet: Am <strong>Bundestag<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht ist das nur eine Geschichte. Nur ein <strong>M\u00e4rchen<\/strong>. Vielleicht ist mir das aber auch wirklich passiert. Ich bin dann mit 45 Minuten Versp\u00e4tung noch angekommen. Und habe mir anschlie\u00dfend ein Navi gekauft. Und viel dar\u00fcber nachgedacht, warum ich eigentlich <strong>keine Angst<\/strong> hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Hatte ich nicht. Mir war klar, dass die Lage <strong>ernst<\/strong> war, aber Angst hatte ich nicht. Ich hatte ja nichts B\u00f6ses im Sinne. Das reicht aber nicht, um keine Angst zu haben. Nichts <strong>B\u00f6ses<\/strong> getan zu haben, reicht nicht um <strong>angstfrei<\/strong> zu leben. Aber ich denke, dass ich tats\u00e4chlich aus gutem Grund keine Angst hatte. Aus demselben Grund, aus dem andere ebenso unschuldige Menschen Angst haben. Aus Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich erinnerte mich an ein Erlebnis, als ich mit 18 in meinem alten, <strong>heruntergekommenen Polo<\/strong> unterwegs war. Das rechte R\u00fccklicht ging nicht mehr richtig (hatte ich gerade festgestellt), das Kassettendeck (ja, so alt war er) und die Heizung funktionierten auch nicht mehr. Da wurde ich an einer daf\u00fcr bekannten Stelle auf dem Heimweg mit einigen anderen Autos herausgewunken, f\u00fcr eine <strong>Kontrolle<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich musste eine Weile warten, mir war langweilig. Ich fing an in meinem Handschuhfach nach Kassetten zu kramen, als ein Polizist auf mich zukam. Ich kurbelte das Fenster herunter, er fragte nach F\u00fchrerschein und Papieren. Ich sagte \u201eMoment\u201c und wollte die Kassetten wieder ins <strong>Handschuhfach<\/strong> stopfen. Er sagte \u201e<strong>Stopp<\/strong> \u2013 was machen Sie da?\u201c ich sah ihn verbl\u00fcfft an und sagte, ich wolle nur schnell die Kassetten wieder ins Handschuhfach tun und die Papiere herausholen. Er sagte, mit einem <strong>Grinsen<\/strong>, dass das sehr <strong>gef\u00e4hrlich<\/strong> sei, ich d\u00fcrfe nicht ohne es vorher zu sagen in mein Handschuhfach greifen. Ich fragte warum. Weil dort ja auch eine <strong>Waffe<\/strong> sein k\u00f6nne. Ich sah ihn ungl\u00e4ubig an und sagte, dass ich jetzt meinen F\u00fchrerschein aus meiner Tasche hole, die ich zu diesem Zweck auf den Beifahrersitz auskippte. Er <strong>grinste<\/strong> wieder und fragte, ob mit meinem Wagen alles in Ordnung sei. Ich antwortete, dass die Heizung nicht funktionierte und das Kassettendeck auch nicht mehr ganz. In der Hoffnung, dass er das mit dem R\u00fccklicht nicht merkt. Hat er nicht. Erstaunlich finde ich im Nachhinein, dass das meine <strong>gr\u00f6\u00dfte Sorge<\/strong> war.<\/p>\n\n\n\n<p>Es macht mich <strong>traurig<\/strong> und <strong>w\u00fctend<\/strong>. Warum? Daf\u00fcr gebe ich mal eine Stelle aus <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.buchhandel.de\/buch\/Schwarz-sein-in-einer-rassistischen-Welt-9783897712751\" target=\"_blank\">So You Want to Talk About Race<\/a><\/em> von Ijeoma Oluo wieder (S. 90), die mit 16 bei einer Kontrolle gleich ins <strong>Handschuhfach <\/strong>gegriffen hatte, als sie nach F\u00fchrerschein und Zulassung gefragt wurde. Sie erinnert sich,<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>wie die Hand des Polizeibeamten sofort zu seiner Waffe ging, w\u00e4hrend er &#8222;<strong>STOPP<\/strong>!&#8220; rief. Als ich vor Angst erstarrte, belehrte er mich, nie in der Gegenwart eines Polizisten nach etwas zu greifen, ohne dies vorher anzuk\u00fcndigen. &#8222;Das ist ein sicherer Weg, um sich <strong>erschie\u00dfen <\/strong>zu lassen, junge Dame!&#8220; sagte er zu mir. Dann nickte er und nahm seine Hand von der Waffe, <strong>zufrieden<\/strong> mit dem Gefallen, den er mir erwiesen hatte, indem er ein sechzehnj\u00e4hriges M\u00e4dchen <strong>nicht daf\u00fcr erschossen<\/strong> hatte, dass es nach ihren Ausweispapieren griff.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die <strong>Unschuldsvermutung<\/strong> gilt nicht f\u00fcr alle gleicherma\u00dfen. Dadurch verliert sie in meinen Augen ihre Bedeutung. Weil ich schneewei\u00df und weiblich bin, kann ich aus Versehen in die gerade viel diskutierte Sperrzone um den Bundestag fahren, ohne erschossen zu werden. Das nennt man Bias oder <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_kognitiver_Verzerrungen\" target=\"_blank\">kognitive Verzerrung<\/a>. Und die f\u00fchrt zu Racial Profiling. Aber wir sind ja nicht in den USA. Doch was w\u00e4re gewesen, wenn ich ein <strong>Kopftuch<\/strong> getragen h\u00e4tte? Oder noch schlimmer, einen <strong>Bart<\/strong> auf dunkler Haut? Ich wei\u00df es nicht. Und deshalb sollten wir die Todesstrafe abschaffen. Und noch einiges anderes \u00e4ndern. <strong>Denn wir wissen nicht, was wir tun.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>PS: Ich danke allen Polizist*innen, die jene Werte und Grundrechte verteidigen, an die ich glaube.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Bekannter sprach neulich wiederholt von einem funktionierenden Rechtsstaat. Er glaube bestimmte Dinge nicht bzw. wolle sie nicht glauben, weil sie in einem funktionierenden Rechtsstaat nicht sein k\u00f6nnen. 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